Wundheilung
  Service
  Datenschutz
  Impressum
Handhabung und Anwendung

Handhabung
Öffnen der Flasche
Zum Öffnen der Flaschen muss der mit einem Innendorn versehene Verschluss über den Widerstand gedreht werden.

Aufbewahrung
Oxovasin®-Lösung kann bei Raumtemperatur aufbewahrt werden Die Flasche ist nach dem Öffnen sofort wieder gut zu verschließen und vor Licht geschützt (im Umkarton) aufzubewahren, da sonst die Wirksamkeit nachlassen kann.

Haltbarkeit
Kontakt der Flaschenöffnung mit der Haut oder der Wunde ist zu vermeiden. Die steril abgefüllte Lösung darf nach dem Öffnen der Flasche nicht länger als 14 Tage verwendet werden.

Anwendung
Wie wird Oxovasin® angewendet?
Oxovasin®-Lösung wird angewendet durch Auftragen auf die Wundfläche, durch Befeuchten von Verbänden, oder durch Instillation in Fisteln und Wundhöhlen.

Wie viel und wie oft soll Oxovasin® angewendet werden?
Oxovasin® ist eine farblose wässrige Lösung und sollte zweimal täglich auf die Wunde aufgetragen oder in Wundhöhlen eingebracht werden.
Bei sichtbar fortschreitender Wundheilung kann die Dosierung auf eine einmal tägliche Anwendung begrenzt werden.
Die anzuwendende Menge richtet sich nach der Größe der Wundfläche. 5 ml Oxovasin®-Lösung sind für eine Wundfläche von 10 x 10 cm, die man mit einer sterilen Baumwollkompresse gleicher Größe abdecken kann, ausreichend. Die Gesamtmenge der notwendigen Lösung richtet sich nach der Größe der Wunde, die sich von einer entsprechenden Anzahl Baumwollkompressen belegen lässt.
Bei großen Wundtaschen und tiefen Wundhöhlen wird die Menge Oxovasin®-Lösung über die Anzahl der locker in die Wundregion eingelegten Baumwollkompressen bestimmt.
Oxovasin®-Lösung kann in der Menge von 5 bis 10 ml auch zum Einbringen in Fistelsysteme oder in tiefe Wundhöhlen und -taschen benutzt werden.

Wie und wann sollen Sie Oxovasin® anwenden?
Zur Wundbehandlung hat sich das Auflegen einer befeuchteten Baumwollkompresse bewährt. Oxovasin®-Lösung ist mit allen Verbandmaterialien, die keine pharmazeutischen Wirkstoffe enthalten, kombinierbar.
Sollte aufgrund der Wundsituation ein einmaliger Verbandwechsel pro Tag ausreichend sein, kann die Wunde auch über den liegenden Verband mit Oxovasin®-Lösung benässt werden.
Bei tiefen Wundtaschen soll eine mit Oxovasin®-Lösung befeuchtete Baumwollkompresse locker in die Wundtasche eingelegt werden. So wird sichergestellt, dass Oxovasin®-Lösung bis an tiefere Wundregionen gelangt. Um die aufschießende Gewebeneubildung (Granulation) nicht zu behindern, ist jeder Druck zu vermeiden.

Sollte ein Aufbringen von Oxovasin®-Lösung auf die Wundfläche über Verbandmaterial nicht möglich sein, kann die Lösung auch über liegende Drainagen in Wundhöhlen oder Wundtaschen eingebracht werden. Auch das Einbringen in Fistelsysteme ist möglich. Vor Einbringen von Oxovasin®-Lösung empfiehlt sich das mechanische Ausspülen mit physiologischer Kochsalzlösung. Auch bei dieser Art der Anwendung reichen 5 bis 10 ml Oxovasin®-Lösung aus.

Wie lange sollen Sie Oxovasin® anwenden?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem festgelegten Behandlungsziel. Diese kann je nach Behandlungsziel drei Wochen (z. B. Wundheilungsstörungen) bis maximal einige Monate (z. B. Unterschenkelgeschwüre) betragen.

Besondere Beobachtungen bei der Anwendung von Oxovasin®
Begleiterscheinungen der Behandlung mit Oxovasin®-Lösung können durch die Bildung von Wundsekret (Exsudation), die einer reparativen Phase vorausgeht, bedingt sein. Im Laufe der weiteren Behandlung normalisieren sich diese vorwiegend bei Unterschenkelgeschwüren (offene Beine) auftretenden Begleiterscheinungen.

Rötung des Wundrandes:
Eine Rötung der nahen Wundumgebung bei Beginn der Behandlung ist ein Zeichen der beginnenden besseren Wunddurchblutung (hyperämische Reaktion).

Jucken, Brennen, leichte Schmerzen:
Gelegentlich juckende oder brennende Missempfindungen am Anfang der Behandlung deuten auf eine beginnende Wundheilung hin. In diesem Fall kann die Wunde mit physiologischer Kochsalzlösung nachgefeuchtet werden. Durch Anschwellen der Wundumgebung kann es auch zu leichten Schmerzen kommen. Auch sie sind Zeichen einer beginnenden Wundheilung (durch Wundsekret verursachter Druck auf die Nervenendfasern).

Wundsekretion bei Ulcus cruris (offene Beine) und Dekubitus:
In der Anfangsphase der Wundheilung kann es zu einer vermehrten Bildung von Wundsekret kommen. Dies kann einen mehrfachen Verbandwechsel pro Tag notwendig machen. Tritt nach anfänglicher Wundreinigung im Verlauf der weiteren Behandlung eine vermehrte Wundschmierung sowie eine stärkere Sekretion und Verfärbung des Granulationsgewebes auf, so kann dies auf eine Überdosierung hinweisen. Reduziert man die Oxovasin®-Menge, so nimmt die Wunde schnell ein gesundes Aussehen an. Das Prinzip der Wundfeuchtbehandlung sollte aber auf keinen Fall verlassen werden (evtl. abwechselnder Einsatz von Oxovasin® und physiologische Kochsalzlösung).

Spontanblutung:
Kommt es bei Kontakt mit dem neu gebildeten Granulationsgewebe zu einer spontanen Blutung, so ist dies ein positives Zeichen für eine beginnende Kapillarsprossung und bedarf keiner zusätzlichen Therapiemaßnahmen.

Größer werden der Wunde:
Eine scheinbare Vergrößerung der Wunde am Anfang der Behandlung kann durch das Auflösen von nicht mehr regenerierbaren Gewebe bedingt sein. Unter Behandlung mit Oxovasin®-Lösung kommt es zu einer raschen Angrenzung zwischen totem und gesundem Gewebe.

Wenden Sie Oxovasin®-Lösung immer nach der Anweisung in der Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

zum Seitenanfang